Unge­wiss­heit

Auf ein­mal geht alles sei­nem Ende zu,
so schnell, noch schnel­ler als die Zeit einst war;
erst tropf­te es dahin, ganz unschein­bar,
nun flu­tet es an, ja, fin­det kei­ne Ruh’.

Und was kommt danach? Was kommt nach alle­dem?
Das ist das ew’ge Ban­gen und Zagen.
Es hilft kein Jam­mern, es hilft kein Kla­gen,
denn Din­ge entsteh’n, dass sie zugrun­de geh’n.

Und das Schick­sal ruft laut: Mach doch halt! Mach kehrt!
Was du ges­tern getan, ist heut’ nichts mehr wert,
denn, o du unglück­se­li­ger Kna­be,

dein Sin­nen und Stre­ben ist brot­lo­se Kunst.
Was in dir ent­flamm­te, die­se Feu­ers­brunst,
trägst du eben als Asche zu Gra­be.

Kategorien Autolyrisiert

über

Arabist mit Schwerpunkt auf arabischer Sprachwissenschaft (klassisches Arabisch, modernes Hocharabisch, Grammatik, Dialektologie) sowie klassischer und moderner Dichtung, Doktorand, Dozent, Dichter, Literaturkritiker

SPOILER-WARNUNG

Liebe Leserinnen und Leser, ich rezensiere Bücher, d. h., ich bespreche sie. Ich setze mich daher mit den Inhalten auseinander, sodass die Gefahr des Spoilerns in all meinen Rezensionen gegeben ist.