Das Vogel­häus­chen

Ich hab’ auf mei­nem Balkone
in Ber­lin, dort wo ich wohne,
ein Vogel­häus­chen steh’n.
Wenn dann die Vögel geh’n
kurz vorm Winter,
doch meist flie­gen sie,
blei­ben eini­ge hie
und hocken und warten
in der Tan­ne im Garten
dort vor mei­nem Balkone,
wo ich wohne.

Damit das Flat­ter­vieh nicht leide
und vor Hun­ger nicht verscheide,
befüll’ ich ihm das Haus
groß­zü­gig, freiheraus
für den Winter.
Sie flat­tern herbei,
meist zwei oder drei,
von der Sei­te oder von vorn
und fres­sen genüss­lich das Korn,
ob Amsel, Spatz oder Meise,
alle auf die­sel­be Weise.

Und der füt­tern­den Hand
zum Dank
beka­cken sie die Wand
vom Balkone,
wo ich wohne.

Kategorien Autolyrisiert

über

Arabist mit Schwerpunkt auf arabischer Sprachwissenschaft (klassisches Arabisch, modernes Hocharabisch, Grammatik, Dialektologie) sowie klassischer und moderner Dichtung, Doktorand, Dozent, Dichter, Literaturkritiker

SPOILER-WARNUNG

Liebe Leserinnen und Leser, ich rezensiere Bücher, d. h., ich bespreche sie. Ich setze mich daher mit den Inhalten auseinander, sodass die Gefahr des Spoilerns in all meinen Rezensionen gegeben ist.